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Fußball-WM „Finale ohoh“ – eine begeisternde Fußball-Party in Nürnberg

1:0 Sieg nach Verlängerung – wow! Deutschland erkämpft sich den WM-Sieg gegen ebenbürtige Argentinier. Wir haben mitgefiebert und mitgefeiert mit 200 Fußballfans im CVJM Nürnberg Kornmarkt. Die CVJM Lounge war natürlich viel zu klein und überfüllt. Im großen Saal war die größere Menge beieinander, um den 4. Stern zu erhoffen und letztendlich ausgelassen zu feiern.

Aber Moment mal. Bevor wir uns zum Finale versammelten, hatten wir auf den Eichenkreuz-Sportplatz, in der Nähe des Flughafens eingeladen, um am Nachmittag selbst unser fußballerisches Können unter Beweis zu stellen. Heftiger Regen und angekündigte Gewitterschauer verhinderten aber den großen Ansturm. So waren wir eine biblische Anzahl von 12 Fußballern, die es sich nehmen ließen, die Fußballschuhe zu schnüren. Und zu Kaffee und selbst gebackenen Kuchen konnte Astrid Gärtner einige Freunde begrüßen und verköstigen. Wir ließen uns die Freude nicht nehmen und erlebten einen feucht-fröhlichen Nachmittag.

Wir hatten schon zwei Tage vorher angekündigt, dass das Grillen und Pubic Viewing zum Finale leider nicht im Freien stattfinden konnte, sondern aufgrund der Wettervorhersagen in den CVJM-Kornmarkt verlegt wurde – was problemlos möglich war. Klasse. Dort wurden dann die Grillwürste und der restliche Kuchen im Foyer dargeboten und reichlich verspeist.

Bevor es dann in Rio richtig los ging, stimmten wir die Fans ein. Nach dem legendären WM-Song von 1974 „Fußball ist unser Leben, denn König Fußball regiert die Welt…“, als unsere Jungs schon einmal Weltmeister wurden, begrüßte CVJM-Generalsekretär Michael Götz die Fans im Saal. Er interviewte Ade Gärtner, den Leiter des Christlichen Fußballer Netzwerkes (CFN), und erfuhr dabei, wie der den WM-Titelgewinn 1974 erlebte und was das für ihn und seine weitere Fußballbegeisterung bedeutete.

 

 

Ade Gärtner erzählte in kurzen Auszügen, was er in seinem Buch „Lebenstraum Fußball“ ausführlicher erzählt. Eine spannende Geschichte, wie Jesus Christus in sein vom Fußball bestimmten Leben eingriff und ihn in seine Nachfolge rief. Dadurch kam es in Ade´s Leben zum Kurswechsel und zum Abschied vom Fußball. Im Interview erzählte er, wie Gott ihn weiter geführt und heute mit einer Mission in den Fußball zurück schickte und wozu er CFN, das Christliche Fußballer Netzwerk, gründete.

Ade übernahm das Mikrofon und zeigte ein Video von Mineiro, einem brasilianischen Nationalspieler aus den Jahren 2000 – 2008, der bei Vereinen wie Sao Paolo, Hertha BSC, Chelsea London und Schalke 04 gespielt hat. Seither hat er Kontakt zu SRS und arbeitet nach seinem Karriereende mit SRS zusammen als Fußball-Missionar. Er war während der Fußball-WM zusammen mit Ade in Brasilien bei einer Fußball-Missionstour von SRS. So erfuhren wir einiges aus seinem Leben, wie Gott ihn geführt und als Kleinen (= Mineiro, 1,69 m) groß heraus gebracht hat. Ein beeindruckendes Zeugnis eines berühmten Fußballers und demütigen Christen, der gerne zusammen mit seiner Familie Jesus und Fußballern weiter in Deutschland dienen möchte.

Mit einigen Fußballfragen zur WM wurde das Programm aufgelockert und jedermann war mit seinem Fußball-Fachwissen gefragt: Wer sind die drei schnellsten Fußballer bei der WM? Wie hoch ist der bisher höchste Sieg der Deutschen bei einer WM? Und wer hat dabei drei Tore geschossen?

Nach diesem Fußballquiz wurden uns zehn Fußball-Profis vorgestellt, die an Jesus Christus glauben und jeweils einen Satz als Glaubensimpuls für uns parat hatten, z.B. David Luiz, Wesley Snejider, Robert Lewandowski oder auch Neymar, der tragische Held der brasilianischen Nationalmannschaft, der in seiner schweren Verletzung bei der WM auch Bewahrung vor Schlimmerem erlebte und dies Jesus an seiner Seite zugeschrieben hat. Das Bekenntnis von Kaka, dem Weltfußballer 2007, das er oft unter dem Trikot trug „I belong to Jesus“, nahm Ade zum Anlass die Anwesenden daraufhin zu fragen, wie das in ihrem Leben sei. Man könne Jesus kennen, schon manches von ihm gehört haben, aber doch (noch) nicht zu ihm gehören. Er ermutigte dazu, es Kaka nach zu machen und sich dazu zu entschließen, zu Jesus gehören zu wollen,  bewusst mit Jesus zu leben und ihm zu folgen.

Dann war es so weit, dass wir live nach Rio geschaltet haben und uns einstimmten auf das große Finale. Die Nationalhymne wurde fröhlich mitgesungen (von einigen) und letzte Tipps abgegeben. Dann ging´s los. Und wie 35 Mio. in Deutschland erlebten wir einen spannenden Fußballabend, bei dem manchem das Herz höher schlug und in manchen Situationen fast zum Still- stand kam, z.B. als Toni Kross einen Ball zurück köpfte genau zu Higuain. Zum Glück hatte der aber größten Respekt vor Torwart Manuel Neuer und zielte lieber am Tor vorbei. Ein Raunen ging durch die Menge und alle atmeten durch.

Als kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit Miro Klose das Spielfeld verließ, um einem Jüngeren Platz zu machen, hofften viele, dass Mario Götze unsere Deutschen vielleicht zum Sieg schießen könnte. Kurz war die Christusstatue in Rio eingeblendet und von ihm als dem Erlöser die Rede, woraufhin der Reporter fragte, wer wohl die Deutschen erlösen und mit einem Tor zum Sieg verhelfen könnte.

Dann kam die 113. Minute und Mario Götze war es, der uns mit seinem sehenswerten Tor aus der Hochspannung erlöste. Der Jubel und die Freude im Saal war riesengroß. Die ganze Anspannung entlud sich in einem Moment. Viele lagen sich ausgelassen in den Armen. Noch war es aber nicht zu Ende. Als aber Messi kurz vor Schluss seinen Freistoß in die Wolken schoss, konnte nichts mehr anbrennen. Mit dem Abpfiff des italienischen Schiedsrichters brach erneuter Jubel im CVJM aus: WIR sind Weltmeister. Endlich. Der 4. Stern ist da. WIR alle sind jetzt Weltmeister, wie es Manuel Neuer später ausdrückte. Kollektiver Freudentaumel – auch im CVJM-Haus.

Das Feiern verlagerte sich nach einiger Zeit hinaus auf die Straße. Unweit zwischen Hauptbahnhof und Plärrer waren Menschenmassen unterwegs,  im Autokorso oder zu Fuß. Ein Fahnenmeer und lautes Hupen, singende und feiernde Menschen zogen durch die Straßen.

Im CVJM wurden die Kuchenreste und die letzten Grillwürste verspeist und wieder alles schön aufgeräumt. Die Fußballparty „Finale ohoh“ kam zu einem guten Ende. Wir haben es geschafft. Gott sei Dank.

Ade Gärtner